Kapitalismus am Scheideweg:

Autoritärer Staatskapitalismus oder radikale Transformation?

Die Analyse der großen Wirtschaftskrisen – von der Weltwirtschaftskrise 1929 über die Ölkrisen der 1970er Jahre und die Finanzkrise 2008 bis hin zu den aktuellen Entwicklungen – verdeutlicht , dass kapitalistische Wirtschaftskrisen keine isolierten Ereignisse sind, sondern Ausdruck eines sich entwickelnden Widerspruchs der kapitalistischen Produktionsweise.

Klassische nachfrage- oder angebotsorientierte wirtschaftspolitische Maßnahmen – so hat sich gezeigt – können diesen Widerspruch nicht überwinden. Die Weltfinanzkrise von 2008 markiert hier einen wirtschaftspolitischen Wendepunkt, der das kapitalistische Dilemma immer deutlicher werden lässt. Trotz massiver staatlicher Rettungspakete und eines Paradigmenwechsels in der Geldpolitik (Null- und Negativzinsen, massive Anleihekäufe der Zentralbanken) konnte keine nachhaltige wirtschaftliche Erholung erreicht werden. Vielmehr führten diese Maßnahmen zu einem weiteren Anstieg der Staatsverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung und zum Entstehen neuer Spekulationsblasen.

Oder um es mit den berühmten Worten von Marx und Engels zu sagen: »Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktionskräften; andererseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung der alten Märkte. Wodurch also? Dadurch, dass sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert.«

Angesichts dieses Dilemmas kapitalistischer Produktion werden in »Die große Depression 2.0« zwei mögliche Entwicklungspfade aufgezeigt: eine zunehmend autoritäre Steuerung der Wirtschaft durch den Staat oder die Überwindung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse.


überarbeitete Auflage 2024

ISBN 978-3-9823797-7-7, Hardcover, 157 Seiten, 18 €

ISBN 978-3-9825825-4-2, Softcover, 157 Seiten, 10 €

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