Die gesellschaftlichen Ursachen von Hunger und Armut
Hungersnöte werden häufig mit äußeren Ursachen erklärt: Dürren, Klimaveränderungen oder fehlender technischer Entwicklung. Doch diese Erklärungen greifen zu kurz. Die moderne Landwirtschaft verfügt über enorme Produktivkräfte – trotzdem bleibt Hunger ein dauerhaftes globales Problem. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht: Warum gibt es zu wenig Nahrung? sondern: Warum können Menschen von vorhandenen Lebensmitteln ausgeschlossen sein?
„Warum hungern Menschen in einer reichen Welt?“ untersucht den scheinbaren Widerspruch zwischen materiellem Überfluss und fortbestehender Armut. Es zeigt, dass Hunger und Armut nicht einfach eine Folge von Naturkatastrophen, Bevölkerungswachstum oder mangelnder Produktion ist, sondern wesentlich mit den gesellschaftlichen Bedingungen zusammenhängt, unter denen Lebensmittel hergestellt und verteilt werden.
Im Zentrum steht eine Kritik der kapitalistischen Produktionsweise: Lebensmittel erscheinen nicht unmittelbar als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, sondern als Waren. Ihre Produktion und Verteilung folgt nicht direkt dem gesellschaftlichen Bedarf, sondern ökonomischen Bedingungen wie Markt, Zahlungsfähigkeit und Profitabilität.
Die Frage nach der Alternative zu diesen Errungenschaften der Marktwirtschaft beginnt mit der Kritik der politisch gewollten Wirtschaftsordnung
Der Klassiker der kritischen Analyse – Das Kapital von Karl Marx – bekommt hierbei unweigerlich eine Renaissance. Der Mann hatte einfach recht!
Bibliografische Angaben
Hermann Lueer, Warum hungern Menschen in einer reichen Welt?
Red & Black Books 2020
ISBN 978-3-9822065-1-6, Paperback, 231 Seiten, 13,90 €
ISBN 978-3-9823797-0-8, Hardcover, 231 Seiten, 24,00 €

